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Säulenbohrmaschinen – Arbeiten mit kleinen und mittleren Werkstücken

Eine Säulenbohrmaschine ist eine stationäre Anlage zum Bearbeiten von Werkstücken. Insofern gehört sie zu den Industrieanlagen, findet sich aber vor allem in Handwerksbetrieben, in denen Bauteile noch vor Ort endgefertigt werden. Die Säulenbohrmaschine übernimmt dabei die Tätigkeit eines Bohrers, wobei ihre Standfestigkeit und ihr vertikales Lot ein sicheres Bohren ermöglichen. Ihre Aufstellung gestaltet sich unter geringem Platzaufwand als praktisch. Für die Säulenbohrmaschine und den notwendigen Arbeitsbereich genügen schon wenige Quadratmeter Fläche.

Das Anschaffen einer Säulenbohrmaschine ist immer dann eine sinnvolle Investition, wenn viele Werkteile punktgenau gebohrt und endgefertigt werden müssen. Entsprechend verbreitet sind die Maschinen im Handwerk. Dabei gibt es eine große Menge Hersteller, die zumeist auch benötigtes Equipment anbieten.

Was ist eine Säulenbohrmaschine?

Eine Säulenbohrmaschine ist meist am Ort der Inbetriebnahme fest verbaut. Sie kann allerdings transportiert werden, was zu einem Handel mit diesen Maschinen führt. Kleinere Modelle sind für den Tischgebrauch konzipiert, so dass von Höhen zwischen achtzig und zweihundert Zentimeter ausgegangen werden kann.

Es gibt dabei mehrere Hersteller, die Säulenbohrmaschinen produzieren, wobei sie sich marginal darin unterscheiden, für welche Werkteile und Werkteilgrößen sie geeignet sind. Zumeist sind sie darauf ausgelegt, Plastik und Metalle zu bohren. Für einfache Holzteile genügen durchwegs andere Bohrmaschinen. Die Säulenbohrmaschine kann – ähnlich wie andere spezielle Bohrmaschinen – für einen Betrieb notwendig sein, um das autarke Arbeiten mit Werkteilen zu fördern und von Drittanbietern unabhängig zu sein.

Die Säulenbohrmaschine kann aber auch in geringerem Rahmen bei Bastelarbeiten mit mittelgroßen Werkstücken gute Dienste leisten. Ob eine Privatperson eine solche Maschine bedienen kann oder sollte, ist dabei eine Frage der Qualifikation. Zumeist ist dies handwerklich sehr versierten Personen vorenthalten.

Die Säulenbohrmaschine ist nur unter Zuhilfenahme von Spannzeug zu bedienen, denn es werden Bohrköpfe und Werkstücke benötigt, die einen sicheren Halt bedingen, um unfallfrei arbeiten zu können. Das fachgerechte Spannen und die Kenntnis der benötigten Spannwerkzeuge, stellen dabei im Handwerk eine eigene Qualifikation dar, die von den Bedienenden der Säulenbohrmaschine beherrscht werden sollte.

Der Aufbau der Säulenbohrmaschine

SäulenbohrmaschineEine Säulenbohrmaschine besteht aus mehreren Komponenten, die ihre Funktionalität ausmachen. Ausschlaggebend ist hier der schwere Standfuß, der die Gestalt des Geräts bestimmt. Das gesamte Gerät erreicht dadurch Höhen von bis zu zwei Metern. Am Standfuß der Säulenbohrmaschine findet sich als Werkstückführung der Bohrtisch, der an dem Fuß in der Höhe verstellbar ist. Oben am Gerät befindet sich die eigentliche Bohrapparatur, die aus einem Getriebe, dem Motor und der Bohrspindel besteht. Sie kann als Kopf der Säulenbohrmaschine bezeichnet werden und führt die eigentliche Bohrtätigkeit aus.

Beide Komponenten sind am Fuß, der als Führung genutzt wird, in der Höhe verstellbar, so dass der Abstand zwischen Werkstück und Bohrkopf einstellbar ist. Die Säulenbohrmaschine ermöglicht dadurch vor allem das Bohren von oben. Dadurch ergibt sich, dass Werkstücke derart gespannt werden müssen, dass sie winkelgerecht aufliegen. Ein Verziehen des Bohrers beim Bohren kommt kaum vor. Eher wird die Bohrung bei falscher Spannung einfach nicht zielgerecht durchgeführt.

Säulenbohrmaschinen gibt es in vielen Größen, für das Stellen auf den Boden oder auf einen Tisch und ähnliches. Sie sind entsprechend in der Kapazität der maximal zu bohrenden Werkstücke begrenzt, da die Größe der Säulenbohrmaschine die Maximalgröße hier limitiert.

Der Bohrtisch ist zudem in den meisten Fällen dreh- und schwenkbar, was eine maximale Flexibiliät beim Einspannen eines Werkstücks ermöglicht. Schließlich sind nicht alle Werkstücke quaderförmig oder brettartig gehalten. Es ist daher zwingend notwendig für einige Werkstücke, aus fast jeder Position aus erreichbar zu sein. Unterschiedliche Hersteller bieten hier unterschiedlich ausgereifte Modelle an. Gemeinsam ist aber allen Säulenbohrmaschinen ihr grundlegender Aufbau aus Bohrtisch, Motor und Fuß.

Im Fuß der Säulenbohrmaschine befindet sich zudem in den meisten Fällen ein Tank mit Kühlmittel, welches beim Bohren nötig wird. Insofern vereint der Standfuß der Säulenbohrmaschine Funktionalität und Design.

Montage der Säulenbohrmaschine

Eine Säulenbohrmaschine wiegt mehrere Hundert Kilogramm und wird zumeist im Stück vom Hersteller geliefert. Es ist daher nicht notwendig, einzelne Komponenten – insbesondere die feineren Komponenten des Motors oder des Getriebes – gesondert zu montieren. Stattdessen beschränkt sich die Montage der Säulenbohrmaschine auf wenige Schritte.

So muss das Gerät an seinen Zielort verbracht werden, wobei Strom und Platz notwendig sind. Für den benötigten Platz sind die Herstellerangaben zu beachten. Da eine Säulenbohrmaschine nach der Montage vorerst stationär ist, ist der Platz der Aufstellung gut zu wählen. An diesem wird sie – an ihrem Fuß – kräftig mit dem Untergrund verschraubt, was Vorarbeiten nötig machen kann. Es kommen hier zumeist mehrere Steinschrauben zum Einsatz, wenn das Gerät am Boden befestigt wird. Sehr kleine Modelle für den Tischgebrauch bedürfen dieser Maßnahme nicht.

Eine Überprüfung der Funktionalität erfolgt erst nach dem notwendigen Entsichern und Anschließen – diese Reihenfolge! – der elektronischen Komponenten. Mögliche Fehler sollten schnell entdeckt und behoben werden. Ein Funktionalitätstest mit einer Probebohrung – gegebenenfalls nach Befüllung des Kühlmitteltanks und unter Beachtung aller notwendigen Sicherheitsaspekte – ist angeraten.

Die Montage wird auch oftmals vom Zulieferer durchgeführt und kann daher problemlos verlaufen. Eine Kenntnis der Bedienung gestaltet sich am Ende zudem wichtiger als eine Kenntnis der genauen Montage am Zielort. Dennoch sollten Mitarbeiter, die an dem Gerät arbeiten sollen, gründlich eingewiesen werden.

Der Motor der Säulenbohrmaschine

Der Motor der Säulenbohrmaschine wird elektrisch betrieben. Modelle, die einen Kraftstoff verbrennen, gibt es nicht. Insofern ist eine Stromversorgung am späteren Platz der Aufstellung vonnöten, wobei die genaue Art der Stromversorgung den Angaben des Herstellers zu entnehmen ist. Es kann hier Unterschiede geben.

Der Motor der Säulenbohrmaschine treibt ein Getriebe an, welches wiederum die Bohrspindel antreibt. Der Übergang zwischen unterschiedlichen Drehzahlen kann stufenlos sein, aber es kommen auch Modelle, die auf ein Riemengetriebe zurückgreifen, vor. Entsprechend muss dies bei der Nutzung im Hinterkopf behalten werden. Je nach Bohrsituation haben beide Systeme ihre Vor- und Nachteile. Entscheidend ist für die Drehzahl der Bohrspindel und zufriedenstellende Resultate aber, dass der Motor gleichmäßig und ohne Störungen funktioniert.

Beim stufenlos verstellbaren Antrieb finden ein CVT-Getriebe oder ein geregelter Motor Anwendung. Der Hersteller macht hierzu Angaben und die Wartung und Reperaturmaßnahmen unterscheiden sich dementsprechend. Der Motor der Säulenbohrmaschine stellt dabei die empfindlichste Komponente dar, denn Schäden oder Unregelmäßigkeiten in ihm wirken sich auf das Getriebe – und somit die Bohrergebnisse – aus.

Bohrer und Bohrfutter im Zusammenhang mit der Säulenbohrmaschine

Grafik einer SäulenbohrmaschineDa eine Säulenbohrmaschine in allererster Linie eine Bohrmaschine ist, kommt den Bohrköpfen eine besondere Bedeutung zu. Es verhält sich dabei wie bei allen Bohrarbeiten: Die Bohrköpfe müssen nach der Art des verwendeten Materials und dem geforderten Lochdurchmesser bestimmt werden. Beispielsweise lässt sich durch DIN 1414 einer von drei Bohrtypen (für normalharte, spröde oder weiche Werkstoffe) festmachen. Entsprechend erfolgt dann die Auswahl des benötigten Bohrkopfes, wobei eine Säulenbohrmaschine so gestaltet ist, dass hier viel Spielraum herrscht.

Schließlich befindet sich an der Maschine selbst kein fest verbauter Bohrkopf, sondern lediglich eine Bohrspindel, die durch einen Bohrkegel ergänzt ist. In vielen Fällen wird es deshalb notwendig, ein Bohrfutter (das Zwischenstück zwischen Bohrkegel und eigentlichem Bohrer) zu verwenden. Schließlich eignet sich die kegelförmige Fassung nicht für viele Bohrer gleichermaßen – eigentlich für die wenigsten. Bohrer und Bohrfutter gibt es aber in allen notwendigen und aufeinander abgestimmten Größen, so dass der Auswahl des richtigen Bohrers für die Bedienung der Maschine nichts im Wege steht.

Bei der Auswahl ist auf die empfohlenen Winkel der Bohrspitze und den richtigen Bohrkopf zu achten. Tabellen geben hier – entschlüsselt je nach Werkstoff, Werkstoffdicke etc. – Aufschluss. Dabei gibt es bestimmte Normen, die sich bewährt haben. Der Hersteller macht zudem Angaben, bis zu welcher Größe und Fassung seine Säulenbohrmaschine ausgelegt ist. Durch passende Bohrfutter lässt sich dies manchmal sogar umgehen, sollte aber aus Sicherheitsgründen unterlassen werden.

Die meisten Modelle sind in ihrer Kegelfassung völlig ausreichend für das Anbringen von Bohrern gebaut. So, dass die vorgesehenen Werkstücke in jedem Fall bearbeitet werden können.

Der Fuß der Säulenbohrmaschine

Dem Fuß der Säulenbohrmaschine muss eine besondere Aufmerksamkeit zuteil werden, denn er bestimmt maßgeblich die Standfestigkeit des Gerätes. Aus statischen Gründen ist es notwendig, dass der Untergrund wirklich eben ist. Ansonsten können der schwere Bohrkopf – oder seltener ein stark belasteter Bohrtisch – zu einem Neigen der Maschine führen, was in jedem Fall zu vermeiden ist und durch eine starke Verschraubung nicht möglich sein sollte. Fehler bei der Montage sind allerdings nie auszuschließen, weshalb ein ebener Boden Priorität hat.

Da der Fuß der Standfuß und gleichzeitig meist der Tank für Kühlmittel zugleich ist, sollte er regelmäßig geprüft werden. Die Schienenführung für Motor und Bohrtisch sollte stets frei von Verunreinigungen sein und daher regelmäßig geprüft werden. Späne oder tropfende Flüssigkeiten könnten sich in der Führung befinden.

Der Fuß der Maschine ist zudem auf keinen Fall gewaltsam zu bewegen. Es darf auch nichts daran angelehnt werden. Es handelt sich zwar um ein sehr stabiles Objekt, aber dennoch können hohe Belastungen bei der Bedienung vorübergehend zu Vibrationen oder Spannungen im Gerät führen.

Die Bedienung der Säulenbohrmaschine und Sicherheit

HandwerkerDie Bedienung der Säulenbohrmaschine lässt sich in mehreren Schritten beschreiben. So muss der richtige Bohrkopf eingesetzt werden. Auch muss das Werkstück fachgerecht eingespannt werden. Erst dann erfolgt der eigentliche Bohrvorgang, wobei je nach Material und Dicke unterschiedlich vorgegangen werden muss.

Die Auswahl des Bohrers richtet sich nach dem Material und der späteren Zielsetzung. Das Einsetzen von Bohrfutter oder Bohrer muss fachgerecht erfolgen. Entstehende Unebenheiten oder Lücken führen zum Verziehen des Bohrers und damit zu Unfällen und Materialschäden. Während des Einsetzens eines Bohrers sollte die Säulenbohrmaschine ausgeschaltet sein. Es empfiehlt sich, beim Arbeiten an der Borspindel und dem Wechsel von Bohrern, einen Austreiber zu verwenden, da ein Beschädigen von Bohrern ansonsten nicht ausgeschlossen werden kann.

Das Einspannen des Werkstückes erfolgt am Bohrtisch unter Zuhilfenahme geeigneten Spannwerkzeuges. Auch hier sollte die Maschine weiterhin ausgestellt bleiben, um Unfälle zu vermeiden. Die Säulenbohrmaschine bietet die exzellente Möglichkeit, den Bohrtisch und den eigentlichen Bohrapparat vertikal aufeinander zuzubewegen. Entsprechend kann so die Starthöhe festgesetzt werden. Zumeist wird der Bohrtisch hierfür an den Bohrer herangeführt – nicht umgekehrt. Dafür wird er entriegelt, bewegt und wieder verriegelt, so dass er am Fuß nicht mehr abrutschen kann. Die Säulenbohrmaschine kann dann beim Bohren den Rest besorgen, was abhängig von der Bohrtiefe und -Dauer ist.

Das Einspannen des Werkzeuges muss dabei stabil – aber ohne das Entstehen von biegsamkeitswirksamen Spannungen des Materials – vonstatten gehen. Entsprechend muss das Maß zwischen absoluter Fixierung und einer Belastungstoleranz gefunden werden, was auch erklärt, warum das Spannen eine anspruchsvolle Aufgabe ist.

Der eigentliche Bohrvorgang mit der Säulenbohrmaschine erfolgt schließlich. Der Bohrer wird zumeist über ein Drehrad beim Bohren an das Werkstück herangeführt, wobei die Schrittgeschindigkeit und die Intensität des Drucks beim Bohren abhängig vom Werkstück eingestellt werden müssen. So ist zwischen sehr langsamen und sehr schnellem Arbeiten alles möglich. Um Materialschäden am Werkstück und dem Bohrer zu vermeiden, ist die Kühlmittelzufuhr (insofern benötigt) im Auge zu behalten. Andernfalls drohen Überhitzungen, Brüche und Risse.

Anfallende Späne können durch das Verlangsamen der Drehzahl und ein Anheben des Bohrers aus dem Werkstück befördert werden. Tiefes Bohren erfordert Vorsicht – vor allem dann, wenn nur eine bestimmte Bohrtiefe erreicht werden soll und der Durchschlag des Werkstückes nicht das Ziel ist.

Die Bohrpinole kann bei einigen Modellen allerdings auch vorab über ein Bedienfeld programmiert werden, so dass der eigentliche Bohrvorgang durch die interne Technik der Säulenbohrmaschine erfolgt. Dies kann bei Arbeiten im Millimeterbereich durchaus sinnvoll sein. Soll das Material aber mit Durchschlag gebohrt werden, ist dies nicht nötig. Auch dann, wenn die Maschine automatisiert bohrt, sollte eine Person anwesend sein.

Die Entnahme eines Werkstücks darf ebenfalls nur bei abgeschalteter Maschine erfolgen, wobei Resthitze oder splitternde Späne (bei Materialschäden) zu beachten sind. Die Bedienung der Säulenbohrmaschine darf ausschließlich durch geschultes oder zu schulendes Personal – unter Aufsicht – erfolgen. Schließlich handelt es sich um ein Gerät, das starke Kräfte, Hitze und Splitter freisetzen kann.

Da eine Säulenbohrmaschine für mittelgroße und kleine Werkstücke ausgelegt ist, sollte eine große Bohrung eine Vorbohrung als Vorlauf haben. Je nach Hersteller schwankt die empfohlene Grenze hier um circa acht Millimeter. Vor einer Bohrung größer als acht Millimeter sollte also vorgebohrt werden, damit die Säulenbohrmaschine geschont wird.
Zwei Faustregeln besagen zudem, dass die Drehzahl mit zunehmender Bohrerdicke abnehmen muss und hartes Material mehr Bohrdruck benötigt. Beides ist wieder zu erlernen oder Tabellen zu entnehmen.

Die Anwendungsgebiete der Säulenbohrmaschine

Die möglichen Anwendungsgebiete einer Säulenbohrmaschine sind vor allem das Bohren kleiner und mittelgroßer Werkstücke aus Kunststoff oder Metall. Für Holz lohnt sich der Aufwand des Spannens an dieser Maschine zumeist nicht, wobei dies auch möglich ist. Säulenbohrmaschinen können zum Beispiel bei Stahl (maximal zulässige Materialstärken beachten!), Chromnickelstahl, Nickel, Kupfer, Grauguss, Aluminium und alle möglichen Kunststoffe verwendet werden. Das Zuführen von Kühlmittel ist nicht bei allen Bohrvorgängen vonnöten und kann – insbesondere bei Kunststoffen – zu Materialschäden führen. Säulenbohrmaschinen ermöglichen so das Bohren von Material, das mit einem Handbohrer nicht zugänglich ist.

Dennoch sind sie für sehr große Werkstücke nicht geeignet. Hierfür ist eine Ständerbohrmaschine geeigneter. Zu große Werkstücke können nicht stabil eingespannt werden und beeinträchtigen so die Statik des Gerätes – und damit die Sicherheit am Arbeitsplatz.

Vorteile einer Säulenbohrmaschine

SäulenbohrmaschineDie Vorteile einer Säulenbohrmaschine bestehen vor allem in ihrem geringen Platzbedarf und ihrer Fähigkeit, senkrecht und flexibel zu bohren.

Gerade das Bohren von Metallen und Kunststoffen ist immer wieder notwendig und kann so besonders einfach erfolgen. Dadurch wird bei der Endfertigung von Werkteilen oder Produkten eine besonders große Möglichkeit der Selbstversorgung geschaffen.
Dadurch, dass das Bohren mit der Säulenbohrmaschine zudem stationär ist, können Arbeitsabläufe entsprechend geplant werden. Es wird kein Improvisieren beim Bohren entsprechender Werktstücke mehr benötigt. Ein gut ausgebildeter Mitarbeiter an der Säulenbohrmaschine kann zudem viele Werkstücke sehr präzise hintereinander abarbeiten. Dadurch, dass eine gut laufende Maschine sehr leistungsstark ist, sind Qualitätseinbußen – bei regelmäßiger Wartung – nicht zu befürchten.

Der Erwerb einer Säulenbohrmaschine bedeutet für Unternehmen zudem, dass menschliche Fehler beim Bohren beinahe ausgeschlossen werden können. Besonders bei hochwertigen Werkteilen ist dies wichtig. Außerdem bieten die meisten Zulieferer von Säulenbohrmaschinen auch einen Service für die Wartung und Reparatur an, was zumindest hier die Eigenverantwortung senkt. Garantien sind ebenfalls Teil eines Kaufs einer solchen Maschine.

Die Säulenbohrmaschine ist zudem – gemessen an ihrer Effektivität pro Platzverbrauch – einer der effizienteren Industriemaschinen. Da sie kaum mehr als einen halben Quadratmeter Grundfläche in Anspruch nimmt, genügen bereits ein bis zwei Quadratmeter Arbeitsfläche, um dem Bedienenden der Säulenbohrmaschine, der Säulenbohrmaschine selbst und eventuell benötigtem Material Platz zu bieten. Insofern ist die Installtion einer solchen Maschine keine erhebliche logistische Herausforderung.

Entscheidend ist aber das Argument der sauberen Arbeit. Da eine Säulenbohrmaschine perfekt senkrecht bohrt, wird die Materialbelastung gering gehalten. Verspannungen des Materials wird so vorgebeugt. Auch werden resultierende Löcher dadurch wirklich kreisrund, was optimal für eine qualitativ hochwertige Weiterverwendung der Werkstücke ist.

Die Säulenbohrmaschine bietet also optimale Bohrergebnisse bei präziser Handhabung. Sie ist somit einer der wichtigsten Helfer in Werkstätten und hat sich als Arbeitsgerät bewährt.

Weitere Sicherheitsaspekte im Umgang mit der Säulenbohrmaschine

Alle Arbeiten an der Säulenbohrmaschine sollten mit Kleidung durchgeführt werden, die keine Gefahr birgt, Fasern in die Maschine gelangen zu lassen. Dementsprechend sollten Oberteile enganliegend sein. Handschuhe und eine Schutzbrille können bei entsprechendem Material, das beim Bohren Späne abgibt, sinnvoll sein. Zur Überprüfung des Bohrloches sollte die Maschine ausgeschaltet sein. Auf keinem Fall darf bei laufendem Betrieb manuell im Bereich des Bohrers eingegriffen und vermeintlich justiert werden. Kopf und Bohrers müssen Abstand voneinander halten. Die Maschine ist im Stehen zu bedienen.

Ein Bohren ohne Kühlung bei Materialien, die zu einer starken Aufheizung des Bohrers führen, ist nicht angeraten. Sollte die Kühlflüssigkeitszufuhr unterbrochen werden, ist die Säulenbohrmaschine abzuschalten und für eine neue Kühlmittelzufihr zu sorgen. Defekte Teile einer Säulenbohrmaschine – insbesondere Bohrfutter und Bohrer – dürfen nicht verwendet werden. Gerade Risse können zu einem Aufreißen der Komponenten führen und bergen daher ein erhebliches Unfallrisiko. Vor jeder Nutzung ist daher die Maschine mitsamt ihren Komponenten zu prüfen. Es gibt keinen Grund dafür, die Arbeit nicht abgesichert zu starten.

Das Einspannen von Werkstücken muss stets den Vorgaben entsprechen. Schraubstöcke und ähnliches sind exakt zu handhaben. Höhenverstellungen des Bohrtisches sind im laufenden Betrieb zu unterlassen. Die Justierung der Bohrtiefe erfolgt ausschließlich über das Heben und Senken des Bohrkopfes.

Tritt ein nicht zu überbrückender Widerstand auf, ist die Maschine abzustellen. Dies äußert sich durch die Entwicklung von Hitze, Rauch und diffusen Auswürfen aus dem Material. Auch ein Rütteln der Säulenbohrmaschine beim Bohrvorganhg bedarf einer Überprüfung. Auf keinen Fall darf die Maschine – auch dann, wenn sie automatisch gesteuert ist – unbeaufsichtigt arbeiten.

Bewegliche Teile des Motors, die ein Restrisiko bedeuten, sind verkleidet. Diese Verkleidung darf bei Inbetriebnahme der Säulenbohrmaschine nicht abhanden gekommen sein. Wird sie im Zuge von Überprüfungen und Wartungen entfernt, ist sie dringend fachgerecht wieder anzubringen.

Nicht autorisiertes – das heißt: geschultes – Personal darf die Maschine auf keinen Fall anwenden. Das Risiko von Personen- und Materialschäden ist bei unsachgemäßer Bohrung hoch. Dies gilt insbesondere dann, wenn zu viel Druck beim Bohren erfolgt, oder das Werkstück nicht fachgerecht eingespannt ist.

Reinigung und Wartung einer Säulenbohrmaschine

Die meisten Hersteller geben explizite Hinweise zum Zeitraum, der maximal zwischen Überprüfungen und Wartungen vergehen sollte. Ein Grundsatz ist dieser, dass eine Säulenbohrmaschine regelmäßig alle Drehstufen durchlaufen sollte, um ein Verkanten des Getriebes bei wenig Nutzung zu vermeiden. Circa einmal die Woche sollte die Säulenbohrmaschine daher alle ihre Stufen durchlaufen, wobei ein Werkstück nicht relevant ist. Es geht hier lediglich darum, das Getriebe zu überprüfen und die Funktionalität aller Umdrehungsstufen zu gewährleisten.

Das regelmäßige Spannen von Keilriemen gehört ebenso zur standardmäßigen Wartung einer Säulenbohrmaschine. Schließlich liegt hier schnell ein Verschleiß vor, der durch das Spannen aber bis zu einem gewissen Punkt ausgeglichen werden kann.

Defekte Teile sind zu reparieren. Dies gilt insbesondere für Komponenten des Getriebes, des Bohrkopfes und des Motors. Ist am Gestell der Maschine ein Defekt aufgetreten, erfordert spätestens ein solcher Schaden einen Fachmann. Schließlich ist der Fuß die entscheidende Komponente für die Stabilität der Säulenbohrmaschine. Hier dürfen keine Schäden bei Inbetriebnahme vorhanden sein, da die Maschine ansonsten zusammenbrechen kann. Dies ist gefährlich.

Den meisten Maschinen liegt zudem ein Schmierplan bei, der angibt, nach wie vielen Arbeitsstunden wie viele und welche Teile einer Fettung bedürfen. Dies variiert stark zwischen Motor und anderen Komponenten und sollte in jedem Fall erfolgen. Ansonsten drohen Verschleiß, Spannungen und Unfälle. Hier kommen zum Beispiel Wälzlagerfette und Korrosionsöle zum Einsatz.

Die Reinigung einer Säulenbohrmaschine ist recht simpel. Neben der regelmäßigen Überprüfung beweglicher Komponenten auf eventuell hineingelangte Partikel und Objekte, muss die Säulenbohrmaschine nach jedem Arbeitsdurchlauf von Spänen befreit werden. Auch darf sich kein Schmiermittel an den Bohrstellen (Bohrtisch und Bohrer) befinden, da eine Überhitzung hier zu Verschmutzungen oder Entflammbarkeit führen kann.

Späne und anderer Auswurf aus dem Werkstück, sollten mit Bürsten aus der Maschine verbracht werden. Vom Reinigen mit der Hand (drüber wischen) ist abgeraten. Ein Absaugen unkritischer Teile (Bohrtisch, um den Fuß herum) ist möglich. Dabei können Autostaubsauger und ähnliches angewandt werden, insofern die abzusaugenden Späne dies zulassen. Im Motor der Säulenbohrmaschine darf ein Staubsauger keine Anwendung finden, weil ansonsten empfindliche Teile beschädigt werden könnten.

Im Zweifel sollten Reinigung und Wartung durch Fachleute erledigt werden. Besonders Reparaturarbeiten sollten aus Sicherheitsgründen nicht von Mitarbeitern unternommen werden, wenn diese nicht wirklich vom Fach sind, was Säulenbohrmaschinen angeht. Das Austauschen von Komponenten darf indes ebenfalls nur bei unterbrochener Stromzufuhr erfolgen und muss bei höchster Vorsicht geschehen.

Entsorgung der Säulenbohrmaschine

Ist die Säulenbohrmaschine komplett defekt oder wird nicht mehr benötigt und ein Weiterverkauf wird nicht stattfinden, steht eine Entsorgung an. Dies obliegt in vielen Fällen dem Endkunden, wobei eine Demontage der Maschine der Entsorgung vorangeht. Dabei müssen die Komponenten voneinander getrennt werden. So müssen Gummi, elektronische Komponenten und anderer Wertstoffe voneinander getrennt werden, da ein Interesse am Recycling der Stoffe besteht.

Auf keinen Fall darf eine Säulenbohrmaschine im Stück entsorgt werden, weil eine noch funktionstüchtige Maschine die Gefahr birgt, dass sie unfachgemäß verwendet wird.

Eine Verschrottung und Demontage einer Säulenbohrmaschine muss von geschultem Personal durchgeführt werden, wobei darauf zu achten ist, dass alle beweglichen Teile blockiert werden und kein Strom mehr in der Maschine ist. Das Kühlmittel muss entfernt werden.

Mögliche Probleme, die beim Nutzen einer Säulenbohrmaschine auftreten können und ihre Behebung

Eine Säulenbohrmaschine im BetriebEs gibt eine Reihe von Ereignissen, die beim Nutzen der Säulenbohrmaschine auftreten können und zuerst für Verunsicherung sorgen. In den meisten Fällen sind die Fehlerquellen allerdings leicht zu finden und zu beheben.

So ist bei außergewöhnlichen Verschleißerscheinungen des Bohrers zumeist ein schiefer Bohrkopf schuld. Auch eine nicht korrekte Einführung des Bohrers in den Bohrkegel kann der Grund hierfür sein. Ebenso kommt es vor, dass das Material beim Ansetzen des Bohrers verzieht und so den Schaden auslöst. Entsprechend ist hier auf den Zustand der Bohrer zu achten und das Material richtig einzuspannen.

Findet ein Festecken von Bohrer und Werkstück statt, war das Werkstück oftmals zu locker eingespannt. Auch zu kräftiges Bohren kann der Grund sein. Es ist die Maschine abzuschalten und der Vorgang nach Trennung von Bohrkopf – auf Schäden überprüfen! – und Werkstück neu zu beginnen. Auch kann ein zu loser Keilriemen der Auslöser sein.

Gibt es einen Funkenschlag oder ein Rauchaufkommen, ist der Bohrkopf zumeist verantwortlich. Er könnte stumpf sein, die Säulenbohrmaschine könnte falsch herum laufen oder aber das Werkstück enthält im Bohrloch verkantete Späne. Die Maschine ist abzuschalten und Ursachenforschung zu betreiben.

Laute Geräusche während des Betriebs deuten auf lockere Komponenten im Motor hin. Es kann sich um einen Keilriemen oder die Keilriemenscheibe handeln. Der Keilriemen ist zu spannen, die Keilriemenscheibe ist durch die entsprechenden Schrauben wieder zu festigen.

Weitere Informationen zu Säulenbohrmaschinen finden Sie auf Wikipedia.